Ich steh an der Haltestelle,
wo die Busse selten halten.
dafür stehen hier die Alten
groß bebrillt mit reichlich Falten,
Hackenporsches, Einkaufstaschen,
TaiGinseng und Asbachflaschen
Kippenstangen, reichlich Bier.
Wedding, ach, ick liebe dir!
Sonntag, 11. März 2012
Donnerstag, 1. März 2012
Nur noch Rocken – ein Getreidegedicht
Ich will nicht gerstig werden,
doch wenn die da so hocken:
Die ganzen feinen Dinkel,
mit ihren feinen Socken,
die oft der Hafer sticht,
wenn heiße Weizen locken,
wenn ich die Hirse, Alter,
dann will ich nur noch rocken!
doch wenn die da so hocken:
Die ganzen feinen Dinkel,
mit ihren feinen Socken,
die oft der Hafer sticht,
wenn heiße Weizen locken,
wenn ich die Hirse, Alter,
dann will ich nur noch rocken!
Sonntag, 26. Februar 2012
Aus dem Leben eines Unentschlossenen
Platz da, jetzt komm ich!
Oder lieber nicht.
Oder lieber doch.
Halt, ich will doch noch.
Oder später? Nein!
Doch!! Ach, muss das sein?
Scheiße, ich verpatz da
immer. Oder?
Platz da!
Oder lieber nicht.
Oder lieber doch.
Halt, ich will doch noch.
Oder später? Nein!
Doch!! Ach, muss das sein?
Scheiße, ich verpatz da
immer. Oder?
Platz da!
Sonntag, 19. Februar 2012
Würmer
Menschen können Würmer haben
und Pferde, Hunde, Bären -
nur Würmer nicht, das aber kann
man spielend leicht erklären:
Denn wenn die Würmer Würmer haben,
dann nennt man das Affären.
und Pferde, Hunde, Bären -
nur Würmer nicht, das aber kann
man spielend leicht erklären:
Denn wenn die Würmer Würmer haben,
dann nennt man das Affären.
Sonntag, 12. Februar 2012
Tüte
Kieka da, die Tüte
von die olle Pute:
Is die wohl aus Jute?
Jetz jibt’s glei die Rute!
die is erster Jüte:
ne sehr jute Tüte!
von die olle Pute:
Is die wohl aus Jute?
Jetz jibt’s glei die Rute!
die is erster Jüte:
ne sehr jute Tüte!
Sonntag, 5. Februar 2012
Der Urknall
Ein Name ist nur Rauch und Schall.
Das ist schon so seit dem Urknall.
Er ist nur Schall, er ist nur Rauch.
(Gilt für den Namen „Urknall“ auch.)
Das ist schon so seit dem Urknall.
Er ist nur Schall, er ist nur Rauch.
(Gilt für den Namen „Urknall“ auch.)
Sonntag, 29. Januar 2012
Festgemauert
Festgemauert in der Erden,
liegt der alte Giacomo.
Wollte einst selbst Pate werden,
und wird heute nicht mehr froh.
Hat Millionen unterschlagen,
wurde dann von seinen Bossen,
weil die das nicht gut ertragen,
mit ins Fundament gegossen.
liegt der alte Giacomo.
Wollte einst selbst Pate werden,
und wird heute nicht mehr froh.
Hat Millionen unterschlagen,
wurde dann von seinen Bossen,
weil die das nicht gut ertragen,
mit ins Fundament gegossen.
Sonntag, 22. Januar 2012
Nichts
Weder Grönland noch Alaske,
nicht die Hose, die nicht passke,
weder Tunfische noch Lasche
nichts, nein, nichts reimt sich auf Maske!
nicht die Hose, die nicht passke,
weder Tunfische noch Lasche
nichts, nein, nichts reimt sich auf Maske!
Sonntag, 15. Januar 2012
Ein kleiner Hund
Die große Bahnhofsuhr schlägt grade acht,
am langen Bahnsteig liegt ein kleiner Hund.
Er saß und lag hier schon die ganze Nacht.
Wär er ein Koffer, wär’s ein Zufallsfund,
mit Augen groß und feucht und kugelrund.
Die Züge fahren ab und halten an.
Das Fell ist scheckig und ein bisschen bunt
Er wartet, wie ein Hund nur warten kann
und selbst im Liegen steht er seinen Mann!
am langen Bahnsteig liegt ein kleiner Hund.
Er saß und lag hier schon die ganze Nacht.
Wär er ein Koffer, wär’s ein Zufallsfund,
mit Augen groß und feucht und kugelrund.
Die Züge fahren ab und halten an.
Das Fell ist scheckig und ein bisschen bunt
Er wartet, wie ein Hund nur warten kann
und selbst im Liegen steht er seinen Mann!
Sonntag, 8. Januar 2012
Eber-Ratgeber
Tritt man einem Eber in der Frühe auf die Hauer,
ist er meist am späten Abend immer noch recht sauer.
ist er meist am späten Abend immer noch recht sauer.
Sonntag, 18. Dezember 2011
Wenn Sie mich erhören...
Ich möchte nicht lang stören,
ich wollt Sie nur betören,
und mich mit Ihnen lustvoll balgen,
drüben bei den Föhren.
Und wenn Sie mich erhören,
das kann ich Ihnen schwören:
Dann werden wie schon bald im Wald
wie Hirsch und Hirschkuh röhren.
ich wollt Sie nur betören,
und mich mit Ihnen lustvoll balgen,
drüben bei den Föhren.
Und wenn Sie mich erhören,
das kann ich Ihnen schwören:
Dann werden wie schon bald im Wald
wie Hirsch und Hirschkuh röhren.
Sonntag, 11. Dezember 2011
An der Oberfläche
Beck, Osama, Guttenberg,
Gottschalk, Kinder, Gartenzwerg,
Wetter, Winehouse, Weihnachtskerze,
Euro, Klima, derbe Scherze,
Liebesschwur, Affären, Kräche:
Smalltalk an der Oberfläche.
Gottschalk, Kinder, Gartenzwerg,
Wetter, Winehouse, Weihnachtskerze,
Euro, Klima, derbe Scherze,
Liebesschwur, Affären, Kräche:
Smalltalk an der Oberfläche.
Sonntag, 4. Dezember 2011
An die 50
Es sind bis ganz nach oben sicher
so an die 50 Stufen.
Ich höre schon von weitem wie
die Aufzüge mich rufen.
so an die 50 Stufen.
Ich höre schon von weitem wie
die Aufzüge mich rufen.
Samstag, 26. November 2011
Meine zehn Gebote
Du sollst - wenn - nur aus Hunger töten,
nie jemand treten in die Klöten.
Am Tun der andern Dich nicht grämen,
nur nette Frau‘n und Götter nehmen.
Die Jungen, aber auch die Ollen
nur dann hau‘n, wenn sie‘s wirklich wollen.
Du sollst, bis graue Haare sprießen,
das Leben (wenn's denn geht) genießen.
Und wenn Dir etwas mal nicht glückt,
dann mach Dich bitte nicht verrückt.
Beschimpfe niemand, auch nicht Tote...
Das wären meine zehn Gebote!
nie jemand treten in die Klöten.
Am Tun der andern Dich nicht grämen,
nur nette Frau‘n und Götter nehmen.
Die Jungen, aber auch die Ollen
nur dann hau‘n, wenn sie‘s wirklich wollen.
Du sollst, bis graue Haare sprießen,
das Leben (wenn's denn geht) genießen.
Und wenn Dir etwas mal nicht glückt,
dann mach Dich bitte nicht verrückt.
Beschimpfe niemand, auch nicht Tote...
Das wären meine zehn Gebote!
Sonntag, 20. November 2011
Kubistische Gefühle
Ich fühl mich heute so kubistisch
und nicht gerad weltoffen.
Auch etwas fatalistisch - ich
hab gestern sehr gesoffen.
und nicht gerad weltoffen.
Auch etwas fatalistisch - ich
hab gestern sehr gesoffen.
Sonntag, 13. November 2011
Kein Witz von Onkel Fritz
Dies ist kein Witz
von Onkel Fritz,
weil der ja nur im Bade sitzt.
Sondern ein Witz
Von Onkel Karl,
der sich verschmitzt
von dannen stahl
und unter großen Bäumen sitzt
bis ihm ein Blitz
die Show stibitzt
und kurzerhand
die Glatze ritzt.
Und die Moral von der Geschicht?
In Badewannen blitzt es NICHT!
von Onkel Fritz,
weil der ja nur im Bade sitzt.
Sondern ein Witz
Von Onkel Karl,
der sich verschmitzt
von dannen stahl
und unter großen Bäumen sitzt
bis ihm ein Blitz
die Show stibitzt
und kurzerhand
die Glatze ritzt.
Und die Moral von der Geschicht?
In Badewannen blitzt es NICHT!
Sonntag, 6. November 2011
So ein Gummi...
Ja, ein Gummi, das ist wichtig!
Gegen Aids und so.
Wenn Du erstmal Aids hast, Junge,
wirst Du nicht mehr froh.
Oder Syphilis, nen Tripper,
oder Gonorrhoe!
Vielleicht war das auch dasselbe.
Alles klar? Wie: „Nö?“
Also: So ein Gummi brauchst Du!
Immer gleich zur Hand.
Aber, was ich sagen wollte:
Nicht an der… Pin… Wand!
Gegen Aids und so.
Wenn Du erstmal Aids hast, Junge,
wirst Du nicht mehr froh.
Oder Syphilis, nen Tripper,
oder Gonorrhoe!
Vielleicht war das auch dasselbe.
Alles klar? Wie: „Nö?“
Also: So ein Gummi brauchst Du!
Immer gleich zur Hand.
Aber, was ich sagen wollte:
Nicht an der… Pin… Wand!
Sonntag, 30. Oktober 2011
Heilig
Weil man irgendwann auch abdankt, sollte man im Leben,
ein paar Ämter rechtzeitig an die Getreuen geben.
Bene tu mir den Gefallen und sprich bitte eilig
Deine vielen schwulen Priester noch rechtzeitig heilig.
ein paar Ämter rechtzeitig an die Getreuen geben.
Bene tu mir den Gefallen und sprich bitte eilig
Deine vielen schwulen Priester noch rechtzeitig heilig.
Sonntag, 23. Oktober 2011
Durch Nacht und Wind
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Egal, aber wo wir schon grad dabei sind:
Was wolltest Du mit dem Dolche, sprich?
Mehr als ’ne Zeile - das können wir nicht.
Pro Gedicht eine Zeile – das ist immer so…
und noch 10 Minuten bis Buffalo.
Habe nun ach mit heißem Bemühen, früher Gedichte gekannt
Grau sind alle grauen Zellen, frisch Gesellen, eilt zur Hand
Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, die meinem Ohr ins bange Innre drang
Wie viel ich auch in mein Gedächtnis pferche – nur eine Zeile bleibt ein Leben lang.
Wer reitet so spät? Egal, halt's Maul.
Halt irgendein König...
auf irgendnem Gaul!
Egal, aber wo wir schon grad dabei sind:
Was wolltest Du mit dem Dolche, sprich?
Mehr als ’ne Zeile - das können wir nicht.
Pro Gedicht eine Zeile – das ist immer so…
und noch 10 Minuten bis Buffalo.
Habe nun ach mit heißem Bemühen, früher Gedichte gekannt
Grau sind alle grauen Zellen, frisch Gesellen, eilt zur Hand
Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, die meinem Ohr ins bange Innre drang
Wie viel ich auch in mein Gedächtnis pferche – nur eine Zeile bleibt ein Leben lang.
Wer reitet so spät? Egal, halt's Maul.
Halt irgendein König...
auf irgendnem Gaul!
Sonntag, 16. Oktober 2011
Am schönsten
Wenn Knappen hinter Rappen tappen,
prangen auf Ihren knappen Pappen,
den mitgebrachten Mappen, Lappen
und andern appen Dingen Wappen.
Am allerschönsten aber bappen
die Wappen auf der Knappen Kappen!
prangen auf Ihren knappen Pappen,
den mitgebrachten Mappen, Lappen
und andern appen Dingen Wappen.
Am allerschönsten aber bappen
die Wappen auf der Knappen Kappen!
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Asozial
Ich bin so gerne asozial,
ich bin so gern für mich!
Das ist für Dich zwar eine Qual –
doch interessiert mich nicht.
ich bin so gern für mich!
Das ist für Dich zwar eine Qual –
doch interessiert mich nicht.
Sonntag, 2. Oktober 2011
Über die Runden
Ich mach mir keine Sorgen, soll die Frau in Urlaub fliegen.
Man muss da tolerant sein und man darf nicht immer klammern.
Wo wir doch die Studentinnen-WG als Nachbarn kriegen.
Ich möchte darum jetzt auch nicht so sehr entschlossen jammern.
Es ist ja jede Menge Zeug im Kühlschrank eingefroren.
Und ich hab gestern erst im Park Geld, Gold und Koks gefunden,
ich wette, ein zerstreuter Milliardär hat das verloren.
Ihr seht, ich komme momentan ganz gut über die Runden.
Man muss da tolerant sein und man darf nicht immer klammern.
Wo wir doch die Studentinnen-WG als Nachbarn kriegen.
Ich möchte darum jetzt auch nicht so sehr entschlossen jammern.
Es ist ja jede Menge Zeug im Kühlschrank eingefroren.
Und ich hab gestern erst im Park Geld, Gold und Koks gefunden,
ich wette, ein zerstreuter Milliardär hat das verloren.
Ihr seht, ich komme momentan ganz gut über die Runden.
Sonntag, 25. September 2011
Beutel
Beuteltier und Beutelratte,
was ich schon für Beutel hatte!
Müll- und Turn- und Klarsichtbeutel
Schleim- und Geld– und Einkaufsbeutel,
Brotbeutel und Windgebäck,
Beutel sind Kulturgepäck.
was ich schon für Beutel hatte!
Müll- und Turn- und Klarsichtbeutel
Schleim- und Geld– und Einkaufsbeutel,
Brotbeutel und Windgebäck,
Beutel sind Kulturgepäck.
Sonntag, 18. September 2011
Vergessen
Ob Du es glaubst, oder auch nicht, all das hab ich vergessen:
In welchem Kino ich mit wem bei Men in Black gesessen,
was ich erst gestern Mittag mit dem Manfred hab gegessen,
ob Gottesanbeterinnen immer die Männchen fressen,
in welchem Jahr ich da bei dieser Ausstellung in Essen,
und wie ich abgeschnitten hab, als der IQ gemessen,
wie dieser Junge hieß, der in „das Omen“ war besessen,
Ob man jetzt besser sagt „wem sein“ oder doch lieber „wessen“.
Doch eins behalt ich: Nämlich Dich!
Du bist wohl mein „Vergissmeinicht“
In welchem Kino ich mit wem bei Men in Black gesessen,
was ich erst gestern Mittag mit dem Manfred hab gegessen,
ob Gottesanbeterinnen immer die Männchen fressen,
in welchem Jahr ich da bei dieser Ausstellung in Essen,
und wie ich abgeschnitten hab, als der IQ gemessen,
wie dieser Junge hieß, der in „das Omen“ war besessen,
Ob man jetzt besser sagt „wem sein“ oder doch lieber „wessen“.
Doch eins behalt ich: Nämlich Dich!
Du bist wohl mein „Vergissmeinicht“
Sonntag, 4. September 2011
Gleich und gleich
Gleich und gleich gesellt sich gern,
das sieht man jeden Tag.
Die Faulen sitzen gern am Tresen
oder im Bundestag.
Die Doofen, die nicht schreiben können,
sind als Autoren froh.
Und die, die auch nicht richtig reden,
die gehn zum Radio.
Die Besserwisser füllen gern
am Tage die Gerichte
Und wenn einer rein gar nix kann,
dann schreibt er so Gedichte!
das sieht man jeden Tag.
Die Faulen sitzen gern am Tresen
oder im Bundestag.
Die Doofen, die nicht schreiben können,
sind als Autoren froh.
Und die, die auch nicht richtig reden,
die gehn zum Radio.
Die Besserwisser füllen gern
am Tage die Gerichte
Und wenn einer rein gar nix kann,
dann schreibt er so Gedichte!
Sonntag, 28. August 2011
Warm
Mann, ist mir warm, an Bein und Arm,
doch ich find das so launig!
Wenn’s draußen ungemütlich ist,
Was mach ich dann? Dann saun’ ich!
doch ich find das so launig!
Wenn’s draußen ungemütlich ist,
Was mach ich dann? Dann saun’ ich!
Samstag, 20. August 2011
Puppe
Sie steht ganz lässig da und raucht
'ne filterlose Fluppe.
Wir gehen halbherzig vorbei,
die ganze Jungenstruppe
und denken - denn uns Teenies ist
das ganz bestimmt nicht schnuppe -
als teilten wir uns ein Gehirn:
"Mann, was ne heiße Puppe!"
'ne filterlose Fluppe.
Wir gehen halbherzig vorbei,
die ganze Jungenstruppe
und denken - denn uns Teenies ist
das ganz bestimmt nicht schnuppe -
als teilten wir uns ein Gehirn:
"Mann, was ne heiße Puppe!"
Sonntag, 14. August 2011
Haltanleitung
Halt mich – aber bitte halte
mich nicht für belämmert,
halte mich auch nicht zum Narren,
denn das ist behämmert.
Wenn Du mich schon halten willst,
kurz oder auch lange
tu mir ’nen Gefallen und…
halt mich bei der Stange.
mich nicht für belämmert,
halte mich auch nicht zum Narren,
denn das ist behämmert.
Wenn Du mich schon halten willst,
kurz oder auch lange
tu mir ’nen Gefallen und…
halt mich bei der Stange.
Sonntag, 3. Juli 2011
Dialog mit dem Meister
Dit kann man nich mehr reparieren,
sagt der Meister.
Da muss man’n neuet installieren,
spricht der Meister.
Da muss ick janz schön viel kassieren,
meint der Meister.
Jetzt tust den Kunden Du verlieren,
sarick… Meister!
sagt der Meister.
Da muss man’n neuet installieren,
spricht der Meister.
Da muss ick janz schön viel kassieren,
meint der Meister.
Jetzt tust den Kunden Du verlieren,
sarick… Meister!
Samstag, 25. Juni 2011
Der falsche Fuffziger
Er geht schon auf die achtzig,
hat aber schick gemacht sich.
Sieht besser aus als siebzig.
Denn was sich pflegt, das liebt sich.
Er trinkt – und ja, das rächt sich -
so viel, als wär er sechzig.
Dann torkelt er, ganz gruft-sicher,
nach Haus, der falsche Fuffzicher.
hat aber schick gemacht sich.
Sieht besser aus als siebzig.
Denn was sich pflegt, das liebt sich.
Er trinkt – und ja, das rächt sich -
so viel, als wär er sechzig.
Dann torkelt er, ganz gruft-sicher,
nach Haus, der falsche Fuffzicher.
Sonntag, 19. Juni 2011
Ente kross
"Einmal Ente kross", bestell ich,
bei der Chinamauer.
"Aber kross auch richtig kross,
sonst werde ich süßsauer!"
"Tut mir leid", stoppt mich der Kellner.
Der Chinese rächt sich.
"Ente", schallt es mit entgegen,
"erst mit siemunsechzich!"
bei der Chinamauer.
"Aber kross auch richtig kross,
sonst werde ich süßsauer!"
"Tut mir leid", stoppt mich der Kellner.
Der Chinese rächt sich.
"Ente", schallt es mit entgegen,
"erst mit siemunsechzich!"
Sonntag, 12. Juni 2011
Hoch auf dem gelben Wagen – oder „mein Tag bei DHL“
Hoch auf dem gelben Wagen,
sitz ich beim Fahrer vorn,
hurtig die Päckchen tragen,
zwischendurch rauchen wir ein Horn.
Rings um uns Friesen und Frauen,
flüssiges Gerstengold.
Ich wär ja so gerne beim Brauen,
aber der Wagen, der rollt.
sitz ich beim Fahrer vorn,
hurtig die Päckchen tragen,
zwischendurch rauchen wir ein Horn.
Rings um uns Friesen und Frauen,
flüssiges Gerstengold.
Ich wär ja so gerne beim Brauen,
aber der Wagen, der rollt.
Sonntag, 5. Juni 2011
Du Strich inner Landschaft
Du Strich inner Landschaft,
Du Hungerharke!
Von Mangel dahingerafft,
Du Magerquarke!
Sag mir nicht, dass ich dick bin,
auch wenn’s so wär.
Du Strich inner Landschaft,
du machst nicht viel her!
Du Hungerharke!
Von Mangel dahingerafft,
Du Magerquarke!
Sag mir nicht, dass ich dick bin,
auch wenn’s so wär.
Du Strich inner Landschaft,
du machst nicht viel her!
Sonntag, 29. Mai 2011
Hosen
Wenn Hosen hinter Hosen hosen, hosen Hosen hinterher.
Das gibt zwar keinen Sinn, aber das stört mich heut nicht sehr.
Das gibt zwar keinen Sinn, aber das stört mich heut nicht sehr.
Sonntag, 22. Mai 2011
Erstaunlich mobil
Ich bin so herrlich mobil.
Zum Leben brauch ich nicht viel.
Ich lebe mobil und jobbe mobil und chatte mobil und so weiter
und ich klettere ganz erstaunlich mobil empor die Karriereleiter.
Doch eines Tages, da beiß ich ins Gras - die Wahrheit ist leider so karg.
Dann bin ich stationär, dabei wünscht’ ich mir sehr
einen schicken mobilen Sarg.
Zum Leben brauch ich nicht viel.
Ich lebe mobil und jobbe mobil und chatte mobil und so weiter
und ich klettere ganz erstaunlich mobil empor die Karriereleiter.
Doch eines Tages, da beiß ich ins Gras - die Wahrheit ist leider so karg.
Dann bin ich stationär, dabei wünscht’ ich mir sehr
einen schicken mobilen Sarg.
Sonntag, 15. Mai 2011
Ich putze Klinken
Ich putze Klinken,
ja, denn ich suche
Vollbeschäftigung.
Ich putze Klinken,
den ganzen Tag, ich
bin ein fleiß’ger Jung.
Wenn man mir öffnet,
falls man mir öffnet
und man fragt mich dann
was ich so drauf hab,
sag ich, dass ich sehr
gut Klinken putzen kann.
ja, denn ich suche
Vollbeschäftigung.
Ich putze Klinken,
den ganzen Tag, ich
bin ein fleiß’ger Jung.
Wenn man mir öffnet,
falls man mir öffnet
und man fragt mich dann
was ich so drauf hab,
sag ich, dass ich sehr
gut Klinken putzen kann.
Sonntag, 8. Mai 2011
Ich bin vom Fach
Ich bin vom Fach!
Ich mach das Dach
und gleich noch die Terrasse.
Ich mach danach
Ein bisschen Krach
beim Legen der Duschtrasse.
Und schließlich – ach -
leg ich das Schach-
brettmuster mit den Fliesen.
Und ja, ich sach,
ich werde schwach,
und mäh gleich noch die Wiesen.
Ich bin vom Fach.
Kein Weh, kein Ach.
Bin’s immer schon gewesen.
Den ganzen Tach
ganz hell und wach
das Baumarktheft gelesen!
Ich mach das Dach
und gleich noch die Terrasse.
Ich mach danach
Ein bisschen Krach
beim Legen der Duschtrasse.
Und schließlich – ach -
leg ich das Schach-
brettmuster mit den Fliesen.
Und ja, ich sach,
ich werde schwach,
und mäh gleich noch die Wiesen.
Ich bin vom Fach.
Kein Weh, kein Ach.
Bin’s immer schon gewesen.
Den ganzen Tach
ganz hell und wach
das Baumarktheft gelesen!
Samstag, 30. April 2011
Stiefelgedicht
Früher hatt’ ich Gummistiefel.
di schlipp di schlapp di schwipp di schwapp
Die liefen voll bei Regen.
di schwipp di schwapp di schlipp de schlapp
Heute hab ich Cowboystiefel.
Di klick di klack, di plick di plack
Das find ich einen Segen.
Di plick di plack, di klick di klack
Die machen weniger Geräus-chen!
(Doch nicht so wenig wie ein Mäuschen)
di schlipp di schlapp di schwipp di schwapp
Die liefen voll bei Regen.
di schwipp di schwapp di schlipp de schlapp
Heute hab ich Cowboystiefel.
Di klick di klack, di plick di plack
Das find ich einen Segen.
Di plick di plack, di klick di klack
Die machen weniger Geräus-chen!
(Doch nicht so wenig wie ein Mäuschen)
Sonntag, 17. April 2011
Als ich bei Friederike spies
Als ich bei Friederike spies
in ihrer neuen Küche,
es hingen in der Luft dabei
noch viele Wohlgerüche,
nach Gänseklein und Welsfilet
nach Portwein und Bordeaux
nach Kalbsbäckchen und Salzgebäck
nach Omelett mit Cointreau
nach leicht geeistem Zimt-Parfait,
nach Tarte vom Warzenschwein
nach frischem Avocadomousse
und kaltem Hühnerbein
da ging mir doch ein Lichtchen auf,
mein lieber Freund, und weißt
Du was? Ich weiß, warum
der Mastdarm, Mastdarm heißt!
in ihrer neuen Küche,
es hingen in der Luft dabei
noch viele Wohlgerüche,
nach Gänseklein und Welsfilet
nach Portwein und Bordeaux
nach Kalbsbäckchen und Salzgebäck
nach Omelett mit Cointreau
nach leicht geeistem Zimt-Parfait,
nach Tarte vom Warzenschwein
nach frischem Avocadomousse
und kaltem Hühnerbein
da ging mir doch ein Lichtchen auf,
mein lieber Freund, und weißt
Du was? Ich weiß, warum
der Mastdarm, Mastdarm heißt!
Freitag, 15. April 2011
Auf der Wiese
Auf der Wiese
liegt die Liese
fröhlich auf dem Land.
Diese Liese
auf der Wiese
holt sich Sonnenbrand.
Auf dem Land gibt’s Riesen-Wiesen
statt Balkonen mit Markisen
selbst bei fiesen Wiesen-Krisen
sind sie stets zur Hand.
liegt die Liese
fröhlich auf dem Land.
Diese Liese
auf der Wiese
holt sich Sonnenbrand.
Auf dem Land gibt’s Riesen-Wiesen
statt Balkonen mit Markisen
selbst bei fiesen Wiesen-Krisen
sind sie stets zur Hand.
Sonntag, 10. April 2011
Gute Butter
Butter aus der Butterdose,
Butter flüssig oder lose,
Buttercreme und Butterfett,
Butterbrezel, Butterbrett,
Butterkuchen, Butterbrot,
Buttersäure (gern im Kot),
Buttermilch und Butterfass,
(statt Muttermilch und Mutterpass),
Butterkeks und Butterblumen
und vom Butterkeks die Krumen,
vom vom treuen Butteresser
heiß geliebten Buttermesser
bis zum Butterfisch vom Kutter -
alles nur dank guter Butter!
Butter flüssig oder lose,
Buttercreme und Butterfett,
Butterbrezel, Butterbrett,
Butterkuchen, Butterbrot,
Buttersäure (gern im Kot),
Buttermilch und Butterfass,
(statt Muttermilch und Mutterpass),
Butterkeks und Butterblumen
und vom Butterkeks die Krumen,
vom vom treuen Butteresser
heiß geliebten Buttermesser
bis zum Butterfisch vom Kutter -
alles nur dank guter Butter!
Sonntag, 3. April 2011
Es fällt schwer
Man ist blind und manchmal fällt es
schwer, das selbst zu sehen.
Dennoch ist man dumm genug,
forsch einherzugehen.
Blind und dumm zieht’s einen dennoch
in die weite Ferne.
Wichtig ist es allerdings…
Aua! Ne Laterne!
schwer, das selbst zu sehen.
Dennoch ist man dumm genug,
forsch einherzugehen.
Blind und dumm zieht’s einen dennoch
in die weite Ferne.
Wichtig ist es allerdings…
Aua! Ne Laterne!
Sonntag, 27. März 2011
Feder oder nicht Feder?
Man hat entweder
wohl eine Feder
oder dann doch eben nicht.
Denn eine Feder
die hat nicht jeder
kleinliche, dümmliche Wicht.
Doch hat man weder
wohl eine Feder
noch eine Feder wohl nicht,
dann weiß ein jeder,
dass man zur Feder
deutlich die Unwahrheit spricht.
wohl eine Feder
oder dann doch eben nicht.
Denn eine Feder
die hat nicht jeder
kleinliche, dümmliche Wicht.
Doch hat man weder
wohl eine Feder
noch eine Feder wohl nicht,
dann weiß ein jeder,
dass man zur Feder
deutlich die Unwahrheit spricht.
Sonntag, 20. März 2011
Guter Stoff!
Das ist guter Stoff, mein Alter,
rein und unverschnitten.
Her damit, da lassen wir uns
heut nicht lange bitten.
Rein damit und runter und zum
Horizont geritten.
Gibt nichts besseres als Honig
auf den Sonntagsschnitten!
rein und unverschnitten.
Her damit, da lassen wir uns
heut nicht lange bitten.
Rein damit und runter und zum
Horizont geritten.
Gibt nichts besseres als Honig
auf den Sonntagsschnitten!
Sonntag, 13. März 2011
Kulturlos
Du hast keine Kultur, mein Schatz,
Du hast keine Kultur!
Auch wenn Du gerne isst und trinkst
und singst in Moll und Dur.
Denn wenn Du Kultur hättest, Liebling,
wenn's so wäre nur,
dann trügst Du zu dem rosa Kleid
nicht Haare aus Purpur!
Du hast keine Kultur!
Auch wenn Du gerne isst und trinkst
und singst in Moll und Dur.
Denn wenn Du Kultur hättest, Liebling,
wenn's so wäre nur,
dann trügst Du zu dem rosa Kleid
nicht Haare aus Purpur!
Sonntag, 6. März 2011
Eine Bitte
Nein, ich mag kein Wischi Waschi.
Immer dieses Luschi Laschi!
Weder Fisch noch Fleisch noch Nudel,
Nur noch Hin-und-her-Gehudel.
Fängt es auch bestimmt gleich an,
ganz viel Protest zu hageln,
bitte ich Dich doch darum,
mich mal fest zu nageln.
Immer dieses Luschi Laschi!
Weder Fisch noch Fleisch noch Nudel,
Nur noch Hin-und-her-Gehudel.
Fängt es auch bestimmt gleich an,
ganz viel Protest zu hageln,
bitte ich Dich doch darum,
mich mal fest zu nageln.
Dienstag, 22. Februar 2011
Kugeln googlen
Wenn ich Kugel google, find ich
elf Millionen Seiten.
Mensch, was leben wir doch heut'
In kugeligen Zeiten.
Gut, ich hab jetzt nicht die Zeit, die
anzusehn, nicht wahr?
Aber wenn ich wirklich wollte,
wär’n sie alle da!
elf Millionen Seiten.
Mensch, was leben wir doch heut'
In kugeligen Zeiten.
Gut, ich hab jetzt nicht die Zeit, die
anzusehn, nicht wahr?
Aber wenn ich wirklich wollte,
wär’n sie alle da!
Sonntag, 20. Februar 2011
Nein, ich kann nicht wechseln!
Nein, ich kann nicht wechseln und
ich hab auch keine Mark
Ich will keinen Straßenfeger,
ich les’ keinen Quark.
Ich will keine Rosen und auch
keine Kerzen kaufen.
Und ich werd mich nicht ums alte
S-Bahnticket raufen.
Ich mag keinen Freejazz, ich will
in der U-Bahn lesen
und ich bin noch nie ein Fan von
Panflöten gewesen.
Was ich wirklich gerne möchte,
jetzt und immerzu
das ist, wenn ich unterwegs bin,
einfach meine Ruh!
ich hab auch keine Mark
Ich will keinen Straßenfeger,
ich les’ keinen Quark.
Ich will keine Rosen und auch
keine Kerzen kaufen.
Und ich werd mich nicht ums alte
S-Bahnticket raufen.
Ich mag keinen Freejazz, ich will
in der U-Bahn lesen
und ich bin noch nie ein Fan von
Panflöten gewesen.
Was ich wirklich gerne möchte,
jetzt und immerzu
das ist, wenn ich unterwegs bin,
einfach meine Ruh!
Sonntag, 13. Februar 2011
Künstliches Herz
Ich habe vermutlich ein künstliches Herz,
denn mein echtes Herz hast ja Du.
Sie schlagen auf ewig im wonnigen Takt
und der Cardiologe hört zu.
denn mein echtes Herz hast ja Du.
Sie schlagen auf ewig im wonnigen Takt
und der Cardiologe hört zu.
Sonntag, 6. Februar 2011
Natürlich?
Ist der Busen wohl natürlich?
Du – bei dem Gewicht?
Wie der eiskalt dem Gesetz
der Schwerkraft widerspricht?
Uns, ohne auch nur zu Wippen,
gleich ins Auge… sticht?
Dem’s an jedem kleinen Quäntchen
von Dezenz gebricht?
Ob der wohl natürlich wäre?
Nein. Natürlich nicht!
Du – bei dem Gewicht?
Wie der eiskalt dem Gesetz
der Schwerkraft widerspricht?
Uns, ohne auch nur zu Wippen,
gleich ins Auge… sticht?
Dem’s an jedem kleinen Quäntchen
von Dezenz gebricht?
Ob der wohl natürlich wäre?
Nein. Natürlich nicht!
Sonntag, 30. Januar 2011
Das dauert mir zu lang!
Der ganze Scheiß mit der Karriere,
der dauert mir zu lang.
Als ob ich auch so einer wäre,
mit diesem Geltungsdrang.
Ich muss da weder was bestimmen,
noch roh und sinnlos walten.
Ich möchte nur die ganzen Scheine
gern falten und behalten.
der dauert mir zu lang.
Als ob ich auch so einer wäre,
mit diesem Geltungsdrang.
Ich muss da weder was bestimmen,
noch roh und sinnlos walten.
Ich möchte nur die ganzen Scheine
gern falten und behalten.
Sonntag, 23. Januar 2011
Blues in D wie Down
All die Frau’n,
die mir nicht traun,
von Namibia bis Nau’n
Anchorage bis Kingston Town
die, anstatt mich zu versaun,
auf meine Gefühle haun,
die, anstatt mich anzuschaun,
mir die letzte Würde klaun,
die sich gerne mal zuraun’,
guck doch mal, da, dieser Clown,
Diese Frau’n, die bring mich down.
Oh Yeah!
die mir nicht traun,
von Namibia bis Nau’n
Anchorage bis Kingston Town
die, anstatt mich zu versaun,
auf meine Gefühle haun,
die, anstatt mich anzuschaun,
mir die letzte Würde klaun,
die sich gerne mal zuraun’,
guck doch mal, da, dieser Clown,
Diese Frau’n, die bring mich down.
Oh Yeah!
Sonntag, 16. Januar 2011
Faule Schweine
„Alles faule Schweine“, sagt er, „alles… faule… Schweine.
Könnten doch mehr arbeiten, woll’n die, dass ich weine?
Hab ja selber viel getan, Arbeit muss sich lohnen.
Hatte doch aus meinem Erbe auch nur’n paar Millionen.
Muss auch Ende jeden Jahres Dividende zählen,
und mich jeden Morgen in die Aufsichtsräte quälen.“
„Faulheit sieht man ihnen an, diesen andern Rassen.“
Er entsteigt dem Benz, um andere… arbeiten zu lassen!
Könnten doch mehr arbeiten, woll’n die, dass ich weine?
Hab ja selber viel getan, Arbeit muss sich lohnen.
Hatte doch aus meinem Erbe auch nur’n paar Millionen.
Muss auch Ende jeden Jahres Dividende zählen,
und mich jeden Morgen in die Aufsichtsräte quälen.“
„Faulheit sieht man ihnen an, diesen andern Rassen.“
Er entsteigt dem Benz, um andere… arbeiten zu lassen!
Sonntag, 9. Januar 2011
Die Zone, wo ich wohne
Also wissen Sie ehrlich,
also wissen Sie, nee,
also wissen Sie, wirklich,
ich wohne
- wie Sie vielleicht wissen sollten -
in einer verkehrsberuhigten
Zone.
Das merkt man schon daran,
dass Damenbesuch,
(es gereicht mir leider zum Hohne)
rar ist, seit ich hier,
wie Sie ja nun langsam
wissen müssten…
nun… wohne.
also wissen Sie, nee,
also wissen Sie, wirklich,
ich wohne
- wie Sie vielleicht wissen sollten -
in einer verkehrsberuhigten
Zone.
Das merkt man schon daran,
dass Damenbesuch,
(es gereicht mir leider zum Hohne)
rar ist, seit ich hier,
wie Sie ja nun langsam
wissen müssten…
nun… wohne.
Dienstag, 21. Dezember 2010
Ente à l’orange
Ente à l’orange, sag mal, das ist Tierquälerei.
Eine Ente, die Du isst, die fliegt nie mehr vorbei.
Meinst Du nicht, auch diese Ente wäre gerne frei?
Wäre statt beim Essen lieber auf dem See dabei?
Iss doch lieber das Gesunde,
Zitrusfrüchte mit dem Munde.
Obst des Südens, schön al dente:
Koch doch heut Orange à l’Ente!
Eine Ente, die Du isst, die fliegt nie mehr vorbei.
Meinst Du nicht, auch diese Ente wäre gerne frei?
Wäre statt beim Essen lieber auf dem See dabei?
Iss doch lieber das Gesunde,
Zitrusfrüchte mit dem Munde.
Obst des Südens, schön al dente:
Koch doch heut Orange à l’Ente!
Samstag, 18. Dezember 2010
Trüber Tag
Gestern war ein trüber Tag,
da bist Du mir gestorben.
Heute ist der Himmel blau,
doch gibt’s für Dich kein Morgen.
Heute ist der schöne Tag so
voller fieser Wunden.
Die Wunde blutet mir im Herz
und ist nicht leicht verbunden.
da bist Du mir gestorben.
Heute ist der Himmel blau,
doch gibt’s für Dich kein Morgen.
Heute ist der schöne Tag so
voller fieser Wunden.
Die Wunde blutet mir im Herz
und ist nicht leicht verbunden.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Am Ende fällt der Hammer.
Die Hände werden Dir so klamm.
Mein Herz wird mir noch klammer.
Am Ende wird der Stamm gefällt,
der einst den Apfel trug.
Doch aus dem Schaden dieser Welt,
da werden wir nicht klug.
Die Jahresringe sind so dick
wie die um meine Augen.
Mach’s gut, mein Stamm, ich werde Dir
zuliebe etwas taugen.
Am Ende fällt der Hammer.
Die Hände werden Dir so klamm.
Mein Herz wird mir noch klammer.
Am Ende wird der Stamm gefällt,
der einst den Apfel trug.
Doch aus dem Schaden dieser Welt,
da werden wir nicht klug.
Die Jahresringe sind so dick
wie die um meine Augen.
Mach’s gut, mein Stamm, ich werde Dir
zuliebe etwas taugen.
Sonntag, 12. Dezember 2010
Ein Mittel
Was trägt der Doktor unterm Kittel?
Ein Mittel, lieber Freund, ein Mittel!
Es macht die allzu Müden wach,
die mächtig Starken dafür schwach.
Es macht die wirklich Tollen öd,
und auch die Neunmal-klugen blöd.
es macht betörend Schöne hässlich,
und diese immer Netten grässlich.
es macht die harten Typen weich,
und selbst die armen Armen reich.
Kurz: es macht alle, alle gleich.
Das Zeug macht wirklich Riesenspaß:
Ein Mittel für das Mittelmaß!
Ein Mittel, lieber Freund, ein Mittel!
Es macht die allzu Müden wach,
die mächtig Starken dafür schwach.
Es macht die wirklich Tollen öd,
und auch die Neunmal-klugen blöd.
es macht betörend Schöne hässlich,
und diese immer Netten grässlich.
es macht die harten Typen weich,
und selbst die armen Armen reich.
Kurz: es macht alle, alle gleich.
Das Zeug macht wirklich Riesenspaß:
Ein Mittel für das Mittelmaß!
Sonntag, 5. Dezember 2010
Im Park
Im Park da kann man, wenn man will,
im Sommer barfuss laufen.
Im Park, da gellt der Schrei so schrill,
tritt man in Hundehaufen.
Wer streut da Kot auf meine Wunden?
Jetzt kommen wirr und unumwunden
die Fantasien dran.
Ich mach nen Haufen aus den Hunden
Und zünd sie einfach an.
im Sommer barfuss laufen.
Im Park, da gellt der Schrei so schrill,
tritt man in Hundehaufen.
Wer streut da Kot auf meine Wunden?
Jetzt kommen wirr und unumwunden
die Fantasien dran.
Ich mach nen Haufen aus den Hunden
Und zünd sie einfach an.
Sonntag, 28. November 2010
Es ist laus!
Jetzt ist es laus, mein Iebling.
Ich üge Dich nicht lan!
Ich mag lauch nicht mehr eiden
Dull Uder abst Dich dran!
Zu ange warst Du blöse -
und Ust, die glab es nicht.
Klein Wunder, dass die Iebe
an slowas eicht zerbricht!
Ich üge Dich nicht lan!
Ich mag lauch nicht mehr eiden
Dull Uder abst Dich dran!
Zu ange warst Du blöse -
und Ust, die glab es nicht.
Klein Wunder, dass die Iebe
an slowas eicht zerbricht!
Sonntag, 21. November 2010
Die Diagnose
Es schießt in aller Eile
der Amor seine Pfeile.
Bis eben war ich heile.
Den Arm zum Schutze lift ich,
Und doch: Der Pfeil, er trifft mich.
Die Diagnose: Giftig!
der Amor seine Pfeile.
Bis eben war ich heile.
Den Arm zum Schutze lift ich,
Und doch: Der Pfeil, er trifft mich.
Die Diagnose: Giftig!
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