Sonntag, 11. März 2012

An der Haltestelle

Ich steh an der Haltestelle,
wo die Busse selten halten.
dafür stehen hier die Alten
groß bebrillt mit reichlich Falten,
Hackenporsches, Einkaufstaschen,
TaiGinseng und Asbachflaschen
Kippenstangen, reichlich Bier.
Wedding, ach, ick liebe dir!

Donnerstag, 1. März 2012

Nur noch Rocken – ein Getreidegedicht

Ich will nicht gerstig werden,
doch wenn die da so hocken:
Die ganzen feinen Dinkel,
mit ihren feinen Socken,
die oft der Hafer sticht,
wenn heiße Weizen locken,
wenn ich die Hirse, Alter,
dann will ich nur noch rocken!

Sonntag, 26. Februar 2012

Aus dem Leben eines Unentschlossenen

Platz da, jetzt komm ich!
Oder lieber nicht.
Oder lieber doch.
Halt, ich will doch noch.
Oder später? Nein!
Doch!! Ach, muss das sein?
Scheiße, ich verpatz da
immer. Oder?
Platz da!

Sonntag, 19. Februar 2012

Würmer

Menschen können Würmer haben
und Pferde, Hunde, Bären -
nur Würmer nicht, das aber kann
man spielend leicht erklären:
Denn wenn die Würmer Würmer haben,
dann nennt man das Affären.

Sonntag, 12. Februar 2012

Tüte

Kieka da, die Tüte
von die olle Pute:
Is die wohl aus Jute?
Jetz jibt’s glei die Rute!
die is erster Jüte:
ne sehr jute Tüte!

Sonntag, 5. Februar 2012

Der Urknall

Ein Name ist nur Rauch und Schall.
Das ist schon so seit dem Urknall.
Er ist nur Schall, er ist nur Rauch.
(Gilt für den Namen „Urknall“ auch.)

Sonntag, 29. Januar 2012

Festgemauert

Festgemauert in der Erden,
liegt der alte Giacomo.
Wollte einst selbst Pate werden,
und wird heute nicht mehr froh.
Hat Millionen unterschlagen,
wurde dann von seinen Bossen,
weil die das nicht gut ertragen,
mit ins Fundament gegossen.

Sonntag, 22. Januar 2012

Nichts

Weder Grönland noch Alaske,
nicht die Hose, die nicht passke,
weder Tunfische noch Lasche
nichts, nein, nichts reimt sich auf Maske!

Sonntag, 15. Januar 2012

Ein kleiner Hund

Die große Bahnhofsuhr schlägt grade acht,
am langen Bahnsteig liegt ein kleiner Hund.
Er saß und lag hier schon die ganze Nacht.
Wär er ein Koffer, wär’s ein Zufallsfund,
mit Augen groß und feucht und kugelrund.
Die Züge fahren ab und halten an.
Das Fell ist scheckig und ein bisschen bunt
Er wartet, wie ein Hund nur warten kann
und selbst im Liegen steht er seinen Mann!

Sonntag, 8. Januar 2012

Eber-Ratgeber

Tritt man einem Eber in der Frühe auf die Hauer,
ist er meist am späten Abend immer noch recht sauer.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Wenn Sie mich erhören...

Ich möchte nicht lang stören,
ich wollt Sie nur betören,
und mich mit Ihnen lustvoll balgen,
drüben bei den Föhren.

Und wenn Sie mich erhören,
das kann ich Ihnen schwören:
Dann werden wie schon bald im Wald
wie Hirsch und Hirschkuh röhren.

Sonntag, 11. Dezember 2011

An der Oberfläche

Beck, Osama, Guttenberg,
Gottschalk, Kinder, Gartenzwerg,
Wetter, Winehouse, Weihnachtskerze,
Euro, Klima, derbe Scherze,
Liebesschwur, Affären, Kräche:
Smalltalk an der Oberfläche.

Sonntag, 4. Dezember 2011

An die 50

Es sind bis ganz nach oben sicher
so an die 50 Stufen.
Ich höre schon von weitem wie
die Aufzüge mich rufen.

Samstag, 26. November 2011

Meine zehn Gebote

Du sollst - wenn - nur aus Hunger töten,
nie jemand treten in die Klöten.
Am Tun der andern Dich nicht grämen,
nur nette Frau‘n und Götter nehmen.
Die Jungen, aber auch die Ollen
nur dann hau‘n, wenn sie‘s wirklich wollen.
Du sollst, bis graue Haare sprießen,
das Leben (wenn's denn geht) genießen.
Und wenn Dir etwas mal nicht glückt,
dann mach Dich bitte nicht verrückt.
Beschimpfe niemand, auch nicht Tote...

Das wären meine zehn Gebote!

Sonntag, 20. November 2011

Kubistische Gefühle

Ich fühl mich heute so kubistisch
und nicht gerad weltoffen.
Auch etwas fatalistisch - ich
hab gestern sehr gesoffen.

Sonntag, 13. November 2011

Kein Witz von Onkel Fritz

Dies ist kein Witz
von Onkel Fritz,
weil der ja nur im Bade sitzt.
Sondern ein Witz
Von Onkel Karl,
der sich verschmitzt
von dannen stahl
und unter großen Bäumen sitzt
bis ihm ein Blitz
die Show stibitzt
und kurzerhand
die Glatze ritzt.
Und die Moral von der Geschicht?
In Badewannen blitzt es NICHT!

Sonntag, 6. November 2011

So ein Gummi...

Ja, ein Gummi, das ist wichtig!
Gegen Aids und so.
Wenn Du erstmal Aids hast, Junge,
wirst Du nicht mehr froh.
Oder Syphilis, nen Tripper,
oder Gonorrhoe!
Vielleicht war das auch dasselbe.
Alles klar? Wie: „Nö?“
Also: So ein Gummi brauchst Du!
Immer gleich zur Hand.
Aber, was ich sagen wollte:
Nicht an der… Pin… Wand!

Sonntag, 30. Oktober 2011

Heilig

Weil man irgendwann auch abdankt, sollte man im Leben,
ein paar Ämter rechtzeitig an die Getreuen geben.
Bene tu mir den Gefallen und sprich bitte eilig
Deine vielen schwulen Priester noch rechtzeitig heilig.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Durch Nacht und Wind

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Egal, aber wo wir schon grad dabei sind:
Was wolltest Du mit dem Dolche, sprich?
Mehr als ’ne Zeile - das können wir nicht.
Pro Gedicht eine Zeile – das ist immer so…
und noch 10 Minuten bis Buffalo.
Habe nun ach mit heißem Bemühen, früher Gedichte gekannt
Grau sind alle grauen Zellen, frisch Gesellen, eilt zur Hand
Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, die meinem Ohr ins bange Innre drang
Wie viel ich auch in mein Gedächtnis pferche – nur eine Zeile bleibt ein Leben lang.
Wer reitet so spät? Egal, halt's Maul.
Halt irgendein König...
auf irgendnem Gaul!

Sonntag, 16. Oktober 2011

Am schönsten

Wenn Knappen hinter Rappen tappen,
prangen auf Ihren knappen Pappen,
den mitgebrachten Mappen, Lappen
und andern appen Dingen Wappen.
Am allerschönsten aber bappen
die Wappen auf der Knappen Kappen!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Asozial

Ich bin so gerne asozial,
ich bin so gern für mich!
Das ist für Dich zwar eine Qual –
doch interessiert mich nicht.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Über die Runden

Ich mach mir keine Sorgen, soll die Frau in Urlaub fliegen.
Man muss da tolerant sein und man darf nicht immer klammern.
Wo wir doch die Studentinnen-WG als Nachbarn kriegen.
Ich möchte darum jetzt auch nicht so sehr entschlossen jammern.

Es ist ja jede Menge Zeug im Kühlschrank eingefroren.
Und ich hab gestern erst im Park Geld, Gold und Koks gefunden,
ich wette, ein zerstreuter Milliardär hat das verloren.
Ihr seht, ich komme momentan ganz gut über die Runden.

Sonntag, 25. September 2011

Beutel

Beuteltier und Beutelratte,
was ich schon für Beutel hatte!
Müll- und Turn- und Klarsichtbeutel
Schleim- und Geld– und Einkaufsbeutel,
Brotbeutel und Windgebäck,
Beutel sind Kulturgepäck.

Sonntag, 18. September 2011

Vergessen

Ob Du es glaubst, oder auch nicht, all das hab ich vergessen:
In welchem Kino ich mit wem bei Men in Black gesessen,
was ich erst gestern Mittag mit dem Manfred hab gegessen,
ob Gottesanbeterinnen immer die Männchen fressen,
in welchem Jahr ich da bei dieser Ausstellung in Essen,
und wie ich abgeschnitten hab, als der IQ gemessen,
wie dieser Junge hieß, der in „das Omen“ war besessen,
Ob man jetzt besser sagt „wem sein“ oder doch lieber „wessen“.

Doch eins behalt ich: Nämlich Dich!
Du bist wohl mein „Vergissmeinicht“

Sonntag, 4. September 2011

Gleich und gleich

Gleich und gleich gesellt sich gern,
das sieht man jeden Tag.
Die Faulen sitzen gern am Tresen
oder im Bundestag.
Die Doofen, die nicht schreiben können,
sind als Autoren froh.
Und die, die auch nicht richtig reden,
die gehn zum Radio.
Die Besserwisser füllen gern
am Tage die Gerichte
Und wenn einer rein gar nix kann,
dann schreibt er so Gedichte!

Sonntag, 28. August 2011

Warm

Mann, ist mir warm, an Bein und Arm,
doch ich find das so launig!
Wenn’s draußen ungemütlich ist,
Was mach ich dann? Dann saun’ ich!

Samstag, 20. August 2011

Puppe

Sie steht ganz lässig da und raucht
'ne filterlose Fluppe.
Wir gehen halbherzig vorbei,
die ganze Jungenstruppe
und denken - denn uns Teenies ist
das ganz bestimmt nicht schnuppe -
als teilten wir uns ein Gehirn:
"Mann, was ne heiße Puppe!"

Sonntag, 14. August 2011

Haltanleitung

Halt mich – aber bitte halte
mich nicht für belämmert,
halte mich auch nicht zum Narren,
denn das ist behämmert.
Wenn Du mich schon halten willst,
kurz oder auch lange
tu mir ’nen Gefallen und…
halt mich bei der Stange.

Sonntag, 3. Juli 2011

Dialog mit dem Meister

Dit kann man nich mehr reparieren,
sagt der Meister.
Da muss man’n neuet installieren,
spricht der Meister.
Da muss ick janz schön viel kassieren,
meint der Meister.
Jetzt tust den Kunden Du verlieren,
sarick… Meister!

Samstag, 25. Juni 2011

Der falsche Fuffziger

Er geht schon auf die achtzig,
hat aber schick gemacht sich.
Sieht besser aus als siebzig.
Denn was sich pflegt, das liebt sich.
Er trinkt – und ja, das rächt sich -
so viel, als wär er sechzig.
Dann torkelt er, ganz gruft-sicher,
nach Haus, der falsche Fuffzicher.

Sonntag, 19. Juni 2011

Ente kross

"Einmal Ente kross", bestell ich,
bei der Chinamauer.
"Aber kross auch richtig kross,
sonst werde ich süßsauer!"
"Tut mir leid", stoppt mich der Kellner.
Der Chinese rächt sich.
"Ente", schallt es mit entgegen,
"erst mit siemunsechzich!"

Sonntag, 12. Juni 2011

Hoch auf dem gelben Wagen – oder „mein Tag bei DHL“

Hoch auf dem gelben Wagen,
sitz ich beim Fahrer vorn,
hurtig die Päckchen tragen,
zwischendurch rauchen wir ein Horn.
Rings um uns Friesen und Frauen,
flüssiges Gerstengold.
Ich wär ja so gerne beim Brauen,
aber der Wagen, der rollt.

Sonntag, 5. Juni 2011

Du Strich inner Landschaft

Du Strich inner Landschaft,
Du Hungerharke!
Von Mangel dahingerafft,
Du Magerquarke!
Sag mir nicht, dass ich dick bin,
auch wenn’s so wär.
Du Strich inner Landschaft,
du machst nicht viel her!

Sonntag, 29. Mai 2011

Hosen

Wenn Hosen hinter Hosen hosen, hosen Hosen hinterher.
Das gibt zwar keinen Sinn, aber das stört mich heut nicht sehr.

Sonntag, 22. Mai 2011

Erstaunlich mobil

Ich bin so herrlich mobil.
Zum Leben brauch ich nicht viel.
Ich lebe mobil und jobbe mobil und chatte mobil und so weiter
und ich klettere ganz erstaunlich mobil empor die Karriereleiter.
Doch eines Tages, da beiß ich ins Gras - die Wahrheit ist leider so karg.
Dann bin ich stationär, dabei wünscht’ ich mir sehr
einen schicken mobilen Sarg.

Sonntag, 15. Mai 2011

Ich putze Klinken

Ich putze Klinken,
ja, denn ich suche
Vollbeschäftigung.

Ich putze Klinken,
den ganzen Tag, ich
bin ein fleiß’ger Jung.

Wenn man mir öffnet,
falls man mir öffnet
und man fragt mich dann

was ich so drauf hab,
sag ich, dass ich sehr
gut Klinken putzen kann.

Sonntag, 8. Mai 2011

Ich bin vom Fach

Ich bin vom Fach!
Ich mach das Dach
und gleich noch die Terrasse.

Ich mach danach
Ein bisschen Krach
beim Legen der Duschtrasse.

Und schließlich – ach -
leg ich das Schach-
brettmuster mit den Fliesen.

Und ja, ich sach,
ich werde schwach,
und mäh gleich noch die Wiesen.

Ich bin vom Fach.
Kein Weh, kein Ach.
Bin’s immer schon gewesen.

Den ganzen Tach
ganz hell und wach
das Baumarktheft gelesen!

Samstag, 30. April 2011

Stiefelgedicht

Früher hatt’ ich Gummistiefel.
di schlipp di schlapp di schwipp di schwapp
Die liefen voll bei Regen.
di schwipp di schwapp di schlipp de schlapp
Heute hab ich Cowboystiefel.
Di klick di klack, di plick di plack
Das find ich einen Segen.
Di plick di plack, di klick di klack
Die machen weniger Geräus-chen!
(Doch nicht so wenig wie ein Mäuschen)

Sonntag, 17. April 2011

Als ich bei Friederike spies

Als ich bei Friederike spies
in ihrer neuen Küche,
es hingen in der Luft dabei
noch viele Wohlgerüche,
nach Gänseklein und Welsfilet
nach Portwein und Bordeaux
nach Kalbsbäckchen und Salzgebäck
nach Omelett mit Cointreau
nach leicht geeistem Zimt-Parfait,
nach Tarte vom Warzenschwein
nach frischem Avocadomousse
und kaltem Hühnerbein
da ging mir doch ein Lichtchen auf,
mein lieber Freund, und weißt
Du was? Ich weiß, warum
der Mastdarm, Mastdarm heißt!

Freitag, 15. April 2011

Auf der Wiese

Auf der Wiese
liegt die Liese
fröhlich auf dem Land.
Diese Liese
auf der Wiese
holt sich Sonnenbrand.
Auf dem Land gibt’s Riesen-Wiesen
statt Balkonen mit Markisen
selbst bei fiesen Wiesen-Krisen
sind sie stets zur Hand.

Sonntag, 10. April 2011

Gute Butter

Butter aus der Butterdose,
Butter flüssig oder lose,
Buttercreme und Butterfett,
Butterbrezel, Butterbrett,
Butterkuchen, Butterbrot,
Buttersäure (gern im Kot),
Buttermilch und Butterfass,
(statt Muttermilch und Mutterpass),
Butterkeks und Butterblumen
und vom Butterkeks die Krumen,
vom vom treuen Butteresser
heiß geliebten Buttermesser
bis zum Butterfisch vom Kutter -
alles nur dank guter Butter!

Sonntag, 3. April 2011

Es fällt schwer

Man ist blind und manchmal fällt es
schwer, das selbst zu sehen.
Dennoch ist man dumm genug,
forsch einherzugehen.
Blind und dumm zieht’s einen dennoch
in die weite Ferne.
Wichtig ist es allerdings…
Aua! Ne Laterne!

Sonntag, 27. März 2011

Feder oder nicht Feder?

Man hat entweder
wohl eine Feder
oder dann doch eben nicht.
Denn eine Feder
die hat nicht jeder
kleinliche, dümmliche Wicht.
Doch hat man weder
wohl eine Feder
noch eine Feder wohl nicht,
dann weiß ein jeder,
dass man zur Feder
deutlich die Unwahrheit spricht.

Sonntag, 20. März 2011

Guter Stoff!

Das ist guter Stoff, mein Alter,
rein und unverschnitten.
Her damit, da lassen wir uns
heut nicht lange bitten.
Rein damit und runter und zum
Horizont geritten.
Gibt nichts besseres als Honig
auf den Sonntagsschnitten!

Sonntag, 13. März 2011

Kulturlos

Du hast keine Kultur, mein Schatz,
Du hast keine Kultur!
Auch wenn Du gerne isst und trinkst
und singst in Moll und Dur.
Denn wenn Du Kultur hättest, Liebling,
wenn's so wäre nur,
dann trügst Du zu dem rosa Kleid
nicht Haare aus Purpur!

Sonntag, 6. März 2011

Eine Bitte

Nein, ich mag kein Wischi Waschi.
Immer dieses Luschi Laschi!
Weder Fisch noch Fleisch noch Nudel,
Nur noch Hin-und-her-Gehudel.

Fängt es auch bestimmt gleich an,
ganz viel Protest zu hageln,
bitte ich Dich doch darum,
mich mal fest zu nageln.

Dienstag, 22. Februar 2011

Kugeln googlen

Wenn ich Kugel google, find ich
elf Millionen Seiten.
Mensch, was leben wir doch heut'
In kugeligen Zeiten.
Gut, ich hab jetzt nicht die Zeit, die
anzusehn, nicht wahr?
Aber wenn ich wirklich wollte,
wär’n sie alle da!

Sonntag, 20. Februar 2011

Nein, ich kann nicht wechseln!

Nein, ich kann nicht wechseln und
ich hab auch keine Mark
Ich will keinen Straßenfeger,
ich les’ keinen Quark.
Ich will keine Rosen und auch
keine Kerzen kaufen.
Und ich werd mich nicht ums alte
S-Bahnticket raufen.
Ich mag keinen Freejazz, ich will
in der U-Bahn lesen
und ich bin noch nie ein Fan von
Panflöten gewesen.
Was ich wirklich gerne möchte,
jetzt und immerzu
das ist, wenn ich unterwegs bin,
einfach meine Ruh!

Sonntag, 13. Februar 2011

Künstliches Herz

Ich habe vermutlich ein künstliches Herz,
denn mein echtes Herz hast ja Du.
Sie schlagen auf ewig im wonnigen Takt
und der Cardiologe hört zu.

Sonntag, 6. Februar 2011

Natürlich?

Ist der Busen wohl natürlich?
Du – bei dem Gewicht?
Wie der eiskalt dem Gesetz
der Schwerkraft widerspricht?
Uns, ohne auch nur zu Wippen,
gleich ins Auge… sticht?
Dem’s an jedem kleinen Quäntchen
von Dezenz gebricht?
Ob der wohl natürlich wäre?
Nein. Natürlich nicht!

Sonntag, 30. Januar 2011

Das dauert mir zu lang!

Der ganze Scheiß mit der Karriere,
der dauert mir zu lang.
Als ob ich auch so einer wäre,
mit diesem Geltungsdrang.
Ich muss da weder was bestimmen,
noch roh und sinnlos walten.
Ich möchte nur die ganzen Scheine
gern falten und behalten.

Sonntag, 23. Januar 2011

Blues in D wie Down

All die Frau’n,
die mir nicht traun,

von Namibia bis Nau’n
Anchorage bis Kingston Town

die, anstatt mich zu versaun,
auf meine Gefühle haun,

die, anstatt mich anzuschaun,
mir die letzte Würde klaun,

die sich gerne mal zuraun’,
guck doch mal, da, dieser Clown,

Diese Frau’n, die bring mich down.
Oh Yeah!

Sonntag, 16. Januar 2011

Faule Schweine

„Alles faule Schweine“, sagt er, „alles… faule… Schweine.
Könnten doch mehr arbeiten, woll’n die, dass ich weine?

Hab ja selber viel getan, Arbeit muss sich lohnen.
Hatte doch aus meinem Erbe auch nur’n paar Millionen.

Muss auch Ende jeden Jahres Dividende zählen,
und mich jeden Morgen in die Aufsichtsräte quälen.“

„Faulheit sieht man ihnen an, diesen andern Rassen.“
Er entsteigt dem Benz, um andere… arbeiten zu lassen!

Sonntag, 9. Januar 2011

Die Zone, wo ich wohne

Also wissen Sie ehrlich,
also wissen Sie, nee,
also wissen Sie, wirklich,
ich wohne

- wie Sie vielleicht wissen sollten -
in einer verkehrsberuhigten
Zone.

Das merkt man schon daran,
dass Damenbesuch,
(es gereicht mir leider zum Hohne)

rar ist, seit ich hier,
wie Sie ja nun langsam
wissen müssten…
nun… wohne.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Ente à l’orange

Ente à l’orange, sag mal, das ist Tierquälerei.
Eine Ente, die Du isst, die fliegt nie mehr vorbei.
Meinst Du nicht, auch diese Ente wäre gerne frei?
Wäre statt beim Essen lieber auf dem See dabei?
Iss doch lieber das Gesunde,
Zitrusfrüchte mit dem Munde.
Obst des Südens, schön al dente:
Koch doch heut Orange à l’Ente!

Samstag, 18. Dezember 2010

Trüber Tag

Gestern war ein trüber Tag,
da bist Du mir gestorben.
Heute ist der Himmel blau,
doch gibt’s für Dich kein Morgen.
Heute ist der schöne Tag so
voller fieser Wunden.
Die Wunde blutet mir im Herz
und ist nicht leicht verbunden.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Am Ende fällt der Hammer.
Die Hände werden Dir so klamm.
Mein Herz wird mir noch klammer.
Am Ende wird der Stamm gefällt,
der einst den Apfel trug.
Doch aus dem Schaden dieser Welt,
da werden wir nicht klug.
Die Jahresringe sind so dick
wie die um meine Augen.
Mach’s gut, mein Stamm, ich werde Dir
zuliebe etwas taugen.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Ein Mittel

Was trägt der Doktor unterm Kittel?
Ein Mittel, lieber Freund, ein Mittel!
Es macht die allzu Müden wach,
die mächtig Starken dafür schwach.
Es macht die wirklich Tollen öd,
und auch die Neunmal-klugen blöd.
es macht betörend Schöne hässlich,
und diese immer Netten grässlich.
es macht die harten Typen weich,
und selbst die armen Armen reich.
Kurz: es macht alle, alle gleich.
Das Zeug macht wirklich Riesenspaß:
Ein Mittel für das Mittelmaß!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Im Park

Im Park da kann man, wenn man will,
im Sommer barfuss laufen.
Im Park, da gellt der Schrei so schrill,
tritt man in Hundehaufen.

Wer streut da Kot auf meine Wunden?
Jetzt kommen wirr und unumwunden
die Fantasien dran.

Ich mach nen Haufen aus den Hunden
Und zünd sie einfach an.

Sonntag, 28. November 2010

Es ist laus!

Jetzt ist es laus, mein Iebling.
Ich üge Dich nicht lan!
Ich mag lauch nicht mehr eiden
Dull Uder abst Dich dran!
Zu ange warst Du blöse -
und Ust, die glab es nicht.
Klein Wunder, dass die Iebe
an slowas eicht zerbricht!

Sonntag, 21. November 2010

Die Diagnose

Es schießt in aller Eile
der Amor seine Pfeile.
Bis eben war ich heile.
Den Arm zum Schutze lift ich,
Und doch: Der Pfeil, er trifft mich.
Die Diagnose: Giftig!